Black History Month

Aktualisiert: 8. März

Dear Global Citizen,


I was petrified by last week's events. Never have I thought that we'll face an open war in Europe in my lifetime. Naive you could say. That's why I haven't posted anything for such a long time. But now it's even more important to do the homework and continue posting content to bring people together. We will have a huge migration of refugees. Not only Ukrainians but from all nationalities. People from all around the world lived in Ukraine and they all will need help and support.


A good friend of mine whose father is Swiss and whose Mother is Ghanaian wrote a blog - actually to end the black history month in the US. With the events that took place, I was insecure if it's the right post right now. But I am convinced that it's the perfect post. Since now, that we face one oft diplomacy's biggest failures, we need to count even more on humanity and hospitality. And my friend's post shows one thing: We are all the same race: HUMAN!

So let's stick together and help each other. And hope that one day we will understand that every war is a war against ourself.


Enjoy my friend's entry. The original is in German, but further below you'll find a translation. It's an automated translation, so don't be too judging.



 

“Hier dürfen Sie keinen Apfel essen” – vernehme ich deutlich von der anderen Seite des Hallenbades. Die Dame muss wohl mich meinen, ich sehe niemand anders ausser mir, der gerade

genüsslich in einen Apfel beisst. Nur warum redet sie in schweizerischem Hochdeutsch mit mir?

Dies war einer der ersten von vielen Momenten in denen ich feststellen musste, dass mich zahlreiche Leute für einen Ausländer hielten, der nicht in der Schweiz aufgewachsen ist. Ich glaube es ist nicht so weit hergeholt diese Tatsache meiner dunkleren Hautfarbe zuzuschreiben. Es spielte keine Rolle, dass ich gebürtiger Schweizer war und gerne Raclette ass: “Ein erwachsener Mann mit brauner Hautfarbe ist am ehesten ein Ausländer, der kein Schweizerdeutsch versteht” – müssen sich viele gedacht haben.

Eigentlich hatte ich schon als Kind gemerkt, dass ich und meine Schwester anders wahrgenommen wurden als unsere Spielgefährten. Ich erinnere mich an ein Mädchen, das uns nicht berühren wollte, weil sie unsere braune Hautfarbe als “dreckig” empfand. In dem Moment fanden wir das eigentlich ganz lustig und rannten ihr hinterher. Das war bald wieder vergessen während der Schulzeit, in welcher ich mich im grossen und ganzen gut integriert und akzeptiert gefühlt habe. Ich hatte nicht den Eindruck als würde meine Hautfarbe mein Zugehörigkeitsgefühl beeinträchtigen. Am Ende der Gymnasialzeit erlebte ich dann mein ‘Apfel-im-Hallenbad-Essverbot’.

Meine Zeit in der Schweiz nahm aber vorerst ein Ende als ich das Land verliess, um die nächsten vier Jahre in Kanada zu studieren. Dort angekommen merkte ich bald, dass ich mit meinen ausländischen Wurzeln nur einer von vielen war. Ein grosser Teil aller Studenten war Secondo, häufig aus China oder Indien. Die Problematik in welcher Sprache man jemand mit dunklerer Hautfarbe ansprechen soll, gab es nicht – ich wurde durchwegs mit English angesprochen – es war ja auch die Landessprache. Und trotzdem, auch hier spielte die Rasse oder die Herkunft eine Rolle in der Gesellschaft. An der Uni wurde ich relativ früh von anderen Studenten aus Indien oder Pakistan angesprochen und gefragt woher ich stamme. Obwohl ich kein Inder oder Pakistani war wurde ich schnell von ihnen angefreundet. Viele Studenten waren allerdings wie ich Farbenblind wenn es um Freundschaften ging. Bei der Wohnungssuche machte sich bemerkbar, dass das Sprichwort „Birds of the same feathers flock together“ ein Stück weit zutraf. Es gab Wohngegenden, da hatte man den Eindruck die Gemeinschaft bestehe nur aus Leuten indischer Abstammung und dann gab es Vororte, da wohnten vor allem Leute mit chinesischen Wurzeln. Und trotz dieser Subkulturen kam für mich nie dieses Gefühl auf, als Ausländer etwas aussergewöhnliches zu sein – der Grossteil der Bewohner hatte ja ausländische Wurzeln. Ausser natürlich die Natives, aber deren Bevölkerungszahl war verhältnismässig klein, sie waren kaum sichtbar im Alltag. Nach vier Jahren Studium trat ich dann wieder die Rückkehr in die Schweiz an.

Es dauerte nicht lange und ich spürte, dass hier in der Schweiz ein anderes Verhältnis zu den Ausländern herrschte. Auch das politische Klima war anders. Ich glaube ich muss an dieser Stelle nicht all die Initiativen, welche auf Ausländer abzielten, nennen. Ohne jetzt auf die inhaltlichen Elemente dieser politischen Thematik einzugehen, schafften diese Diskussionen aus meiner Sicht ein „wir-gegen-euch“ Gefühl, wenn sich das so beschreiben lässt. Und ich mitten drin, nicht mehr ganz sicher auf welche Seite ich eigentlich gehöre: geboren und aufgewachsen in der Schweiz, aber doch kein waschechter Schweizer in den Augen vieler Schweizer.

Dieses Gefühl der Andersartigkeit wurde nicht zuletzt verstärkt von den vielen Polizeikontrollen welche ich in zufälligen Alltagsituationen erleben musste. Ich meine, wer bitte schön - ausser Jason Bourne - ist beim Spazieren am See nähe Bellevue darauf vorbereitet, plötzlich von 5 oder 6 Polizisten umzingelt zu sein und sich ausweisen zu müssen? Das mit der ID alles in Ordnung war wurde von den Polizisten dann auch gleich über Funk nochmals kontrolliert und bestätigt. Ach ja, und falls ihr mal in eine Polizeikontrolle kommt, nicht die Hände in die Jackentasche stecken, das macht die Polizisten nervös. Erst später habe ich von meinen Freunden erfahren, dass sie nicht dieselben Erfahrungen machten was Polizei-Kontrollen auf offener Strasse anging. Ich könnte noch lauter mögliche Gründe versuchen zu finden warum das so war, aber ich glaube die sehr reale Möglichkeit des Racial Profilings ist hier nicht wegzudenken.

Während man ausgiebig über Gründe und Ursachen für diese Situation diskutieren könnte, überlasse ich das anderen Leuten. Ich will an dieser Stelle auch nicht Kritik üben, ich halte dieses Verhalten sogar ein Stück weit für menschlich. Und doch glaube ich es müsste nicht so sein. Dass das Lebensgefühl als Secondo auch anders sein kann, habe ich während meiner Zeit an der Westküste Kanadas erlebt. Mein Wunsch ist es, dass wir uns eines Tages alle gegenseitig einfach als Global Citizens wahrnehmen, und uns weniger auf Unterschiede in der Pigmentierung oder ähnlich Belangloses konzentrieren. Ich hoffe, dass sich die Leute daran erinnern, dass auch “Inländer“, die über viele Generationen in einem Land leben „ausländische“ Gene haben, auch wenn man es ihnen nicht gleich ansieht, und dass wir letztendlich alle dieselben Vorfahren haben. Ich glaube an Veränderung, auch wenn langsam, der soziale Fortschritt wird kommen. Nicht zuletzt weltweite Bewegungen wie die Black Lives Matter Movement bestärken mich in diesem Glauben. Lasst uns auf eine Zukunft hinarbeiten, in der es solche Bewegungen gar nicht mehr braucht.


Your Global Citizen

 

"You mustn't eat an apple here" - I hear clearly from the other side of the indoor swimming pool. The lady must mean me, because I don't see anyone else eating an apple with pleasure, gleefully biting into an apple. But why is she talking to me in German and not the Swiss language?

This is one of many moments in which I had to realize that a lot of people thought I was a foreigner. People thought I was a foreigner who did not grow up in Switzerland. I think it is not so far-fetched to attribute this fact to my darker skin color. It did not matter, that I was born in Switzerland and that I liked to eat raclette: "An adult man with brown skin color is most likely to be a foreigner who doesn't understand Swiss German" - many must have thought.

Actually, I had already noticed as a child that I and my sister were perceived differently from our playmates. I remember a girl who didn't want to touch us because she perceived our brown skin color as "dirty". At that moment, we actually thought it was quite funny and ran after her. This was soon forgotten during the school years, in which I felt well integrated and accepted. I didn't have the impression that my skin color affected my sense of belonging. At the end of my high school years, I experienced the 'apple in the indoor pool eating ban'.

My time in Switzerland came to an end when I left the country to study in Canada for the next four years. Once there, I soon realized, that with my foreign roots, I was just one of many. Most of the students were secondos, many from China or India. The problem which language to use to address someone with darker skin did not exist - I was always addressed in English - it was, after all, the national language. And yet, even here, race or origin played a role in society. At university, I was approached relatively early by other students from India or Pakistan and asked where I was from. Although I was not Indian or Pakistani, I was quickly befriended by them. However, many students were color blind like me when it came to friendships. When looking for a place to live, it became apparent that the saying "Birds of the same feathers flock together" was somewhat true. There were neighborhoods where one had the impression that the community consisted only of people of Indian descent, and then there were suburbs where mainly people with Chinese roots lived. And despite these subcultures, I never had the feeling that being a foreigner was something out of the ordinary - the majority of the residents had foreign roots. Except for the natives, of course, but their population was relatively small and they were hardly visible in everyday life. After four years of studying, I returned to Switzerland.

It didn't take long before I felt that here in Switzerland there was a different relationship with foreigners. The political climate was also different. I don't think I need to mention all the initiatives that were aimed at foreigners. Without going into the substantive elements of these political issues, these discussions created, an "us-against-them" feeling, if it can be described that way. And I was in the middle of it, no longer quite sure which side I actually belonged to: born and raised in Switzerland, but still not a true Swiss in the eyes of many Swiss.

This feeling of otherness was not least reinforced by the many police checks I had to experience in random everyday situations. I mean, who else - except Jason Bourne - is prepared to be suddenly surrounded by 5 or 6 policemen and have to show his ID while walking along the lake near Bellevue (a square in Zurich)? That everything was okay with the ID was then also immediately checked and confirmed by the policemen over the radio. Oh yes, and if you ever come into a police check, do not put your hands in your jacket pocket, that makes the policemen nervous. Only later I learned from my friends that they did not have the same experience as far as police checks on the open road were concerned. I could go on and on about possible reasons why this happened, but I think the very real possibility of racial profiling is here to stay.

While one could discuss at length reasons and causes for this situation, I leave that to other people. I don't want to criticize at this point, I even think this behavior is human to a certain extent. And yet I believe it should not be like this. I have experienced during my time on the west coast of Canada that life as a secondo can be different.

My wish is that one day we will all simply perceive each other as global citizens, and focus less on differences in pigmentation or similar trivialities. I hope that people will remember that even "nationals" living in a country for many generations have "foreign" genes, even if you don't see it right away, and that ultimately we all have the same ancestors. I believe in change, even if slow, social progress will come. If nothing else, worldwide movements like the Black Lives Matter Movement reinforce my belief. Let's work towards a future where such movements are no longer needed.


Your Global Citizen








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